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Wahlkampf in den USA: Trump macht Stimmung gegen Gouverneurin

Wahlkampf in den USA: Trump macht Stimmung gegen Gouverneurin


Die neusten Entwicklungen

Bei der Präsidentschaftswahl am 3. November fordert der Demokrat Joe Biden den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump heraus. Ein Überblick über den Stand in den Umfragen, das Wahlsystem und die wichtigsten «Swing States».

Nach dreitägiger Behandlung im Spital ist der an Covid-19 erkrankte Präsident Donald Trump ins Weisse Haus zurückgekehrt.

Nach dreitägiger Behandlung im Spital ist der an Covid-19 erkrankte Präsident Donald Trump ins Weisse Haus zurückgekehrt.

Alex Brandon / AP

Die neusten Entwicklungen im Wahlkampf

  • Donald Trump hat am Samstag (17. 10.) bei einem Wahlkampfauftritt in Michigan Stimmung gegen die dortige Gouverneurin Gretchen Whitmer gemacht. «Ihr müsst eure Gouverneurin dazu bringen, euren Staat zu öffnen», rief Trump seinen Anhängern in Muskegon zu und spielte damit auf Corona-Eindämmungsmassnahmen an. Daraufhin skandierten seine Anhänger: «Sperrt sie ein!» Trumps sagte: «Sperrt sie alle ein.» Vergangene Woche hatten Ermittlungen der Bundespolizei FBI und des Justizministeriums in Michigan zur Festnahme von mehr als einem Dutzend Verdächtigen geführt, die unter anderem die Entführung von Gouverneurin Whitmer und den Sturm auf das Parlament in Lansing geplant haben sollen. «Ich glaube, sie sagten, sie wurde bedroht», sagte Trump, als die Rufe erneut aufbrandeten. «Und sie hat mir die Schuld gegeben!»  Am Samstag meldete sich Whitmer auf Trumps Äusserungen zu Wort. «Das ist genau die Rhetorik, die das Leben von mir, meiner Familie und anderen Regierungsbeamten in Gefahr gebracht hat. Es muss aufhören», schrieb sie auf Twitter. Michigan erlebt derzeit einen dramatischen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen. Am Freitag waren nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mehr als 2000 nachgewiesen – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.
  • Donald Trump hat Joe Biden als einen korrupten Politiker und seine Familie als ein kriminelles Unternehmen bezeichnet. Bei einem Wahlkampfauftritt am Freitagabend in Florida sagte Trump zudem: «Die Bidens wurden reich, während Amerika ausgeraubt wurde.» Trump nannte die «Mainstream-Medien» erneut «Volksfeinde» und warf ihnen vor, über diese «weltweit grösste Geschichte», die angebliche Korruption Bidens, nicht zu berichten. Trump-Anhänger skandierten bei der Nennung von Bidens Namen «Sperrt ihn ein». Mit dieser Parole hatten Trump-Unterstützer im Wahlkampf vor vier Jahren dessen Herausforderin Hillary Clinton bedacht. Trump erhebt seit langem und ohne Beweise Korruptionsvorwürfe gegen Ex-Vizepräsident Biden und gegen dessen Sohn Hunter.
  • Joe Biden und Donald Trump sind am Donnerstagabend (15. 10.) bei konkurrierenden TV-Fragestunden aufgetreten. Biden hat in einer Fragestunde des Senders ABC mit Wählern in Philadelphia (Pennsylvania) auf ein nationales Vorgehen gegen das Coronavirus und das Tragen von Masken gedrängt, um einen weiteren Lockdown zu verhindern. Wenn der Präsident keine Maske trage oder sich über Menschen lustig mache, die sie tragen, kämen die Leute zu dem Schluss, dass es nicht wichtig sei, warnte Biden. Amtsinhaber Trump hielt zur gleichen Zeit eine vom Fernsehsender NBC veranstaltete Fragestunde mit Wählern in Miami (Florida) ab. Er verteidigte sein Vorgehen gegen die Corona-Pandemie: «Wir sind Gewinner.» Trump behauptete, er erinnere sich nicht mehr daran, wann er vor seiner Covid-19-Erkrankung zuletzt negativ auf das Virus getestet wurde. Dies ist von Belang, weil die Frage im Raum steht, ob Trump womöglich noch öffentlich auftrat, als er bereits von seiner Infektion wusste. Zum Bericht
  • Die demokratische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, setzt nach zwei Corona-Fällen in ihrem Umfeld für den Rest der Woche ihre Wahlkampfreisen aus. Das sei lediglich eine Vorsichtsmassnahme, betonte ihr Wahlkampfteam am Donnerstag (16. 10.). Man habe am Mittwochabend erfahren, dass Harris’ Kommunikationschefin Liz Allen und ein Mitglied einer Flugbesatzung positiv getestet worden seien. Harris sei mit ihnen am 8. Oktober unterwegs gewesen. Dabei hätten aber alle N95-Masken benutzt, die auch den Träger schützen sollen.
  • Facebook und Twitter schränken die Verbreitung eines kritischen Artikels über Joe Biden ein. Die zum Konzern des Medienmoguls Rupert Murdoch gehörende Boulevardzeitung «Unusual York Put up» hatte am Mittwoch (14. 10.) einen Artikel publiziert, wonach der demokratische Präsidentschaftskandidat Biden in die Geschäfte seines Sohnes in der Ukraine involviert gewesen sein soll. Biden hatte dies wiederholt bestritten. Die «Unusual York Put up» bezieht sich im Artikel auf eine E-Mail, die auf einem Notebook in einer Reparaturwerkstatt gefunden worden sei. Die Mail deute auf ein Treffen Joe Bidens mit einem Geschäftspartner seines Sohnes im Jahr 2015 hin, so der Bericht. Twitter unterband die Weiterverbreitung des Berichts aufgrund von Zweifeln an der Quelle. Der Artikel schaffe nicht genug Klarheit zur Herkunft des veröffentlichten Affords. Auch Facebook schränkte nach eigenen Angaben die Verbreitung des Artikels ein. Präsident Donald Trump reagierte auf Twitter empört.
  • Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests seien an «aufeinanderfolgenden Tagen» negativ ausgefallen, erklärte Sean Conley am Montag (12. 10.) in einer Mitteilung. Er fügte hinzu, dass neben den Antigentests auch andere Labordaten hinzugezogen worden seien, um zu ermitteln, dass der Präsident nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend sei. Wann Trump das erste Mal negativ getestet wurde und wie oft, blieb unklar.

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