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Konflikt um Nagorni Karabach: Armenien beklagt Verstoss gegen vereinbarte Feuerpause

Konflikt um Nagorni Karabach: Armenien beklagt Verstoss gegen vereinbarte Feuerpause


Die neusten Entwicklungen

Ende September ist der seit langem «eingefrorene» Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Nagorni Karabach wieder eskaliert. Bei den Kämpfen sind bereits Hunderte Menschen americaLeben gekommen.

In Stepanakert, der Hauptstadt von Nagorni Karabach, brennt ein bombardiertes Haus lichterloh.

In Stepanakert, der Hauptstadt von Nagorni Karabach, brennt ein bombardiertes Haus lichterloh.

Gor Kroyan / Reuters

Die neusten Entwicklungen:

  • Schon in der Nacht zum Sonntag (18. 10.) hat Armenien Aserbaidschan vorgeworfen, vereinbarte Feuerpause verletzt zu haben. Eine Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums erklärte, es habe Raketen- und Artilleriefeuer von gegnerischer Seite gegeben. Von aserbaidschanischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme. Zuvor hatten die Aussenministerien beider Länder mitgeteilt, dass um Mitternacht Ortszeit (22 Uhr MESZ am 17. 10.) eine «humanitäre Waffenruhe» in Kraft treten solle. Bereits vor einer Woche hatten sich beide Seiten unter Vermittlung Russlands auf eine Feuerpause verständigt. Diese Vereinbarung battle jedoch schon kurz nach Inkrafttreten gebrochen worden. Dafür gaben sich beide Länder gegenseitig die Schuld.
  • Zum ersten Mal bestätigt Armenien Gebietsverluste und einen teilweisen Rückzug. Aserbaidschan teilte am Mittwoch (14. 10.) mit, dass es seinen Truppen gelungen sei, die Front tief in das Konfliktgebiet zu verschieben. Armenien bestätigte, dass das aserbaidschanische Militär Gebiete unter seine Kontrolle gebracht habe. Es battle die erste offizielle Bestätigung dieser Art. In Aserbaidschan kam es zu spontanen Freudenfesten mit Feuerwerk auf den Strassen, wie das Staatsfernsehen zeigte. Die armenische Seite beklagt Hunderte Tote in den eigenen Reihen. Die aserbaidschanische Seite spricht von 43 getöteten Zivilisten, Angaben zu getöteten Soldaten machte Baku nicht.

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